Bisher lagen die Frequenzen für das Mobilfunknetz bei weniger als 2,6 Gigahertz (GHz).
Für das 5G-Netz geht es zum heutigen Zeitpunkt, um Frequenzen bis zu 3,7 Gigahertz , das BAG bewilligt dato heute sogar bis zu 40 Gigahertz. Dabei gilt: Je höher die Frequenz, desto geringer die Reichweite. Für das 5G-Netz braucht es daher viel mehr Sendemasten, um dasselbe Gebiet abzudecken. Und nicht nur das: Bislang sind viele Sendemasten an Türmen oder auf Dächern montiert. Die neuen 5G-Sendestationen aber lassen sich in kleinen Kästen praktisch überall montieren. Heißt also auch: Man kommt ihnen viel näher, wenn sie an Strassenbeleuchtungen, Werbeschilder, Gulideckel, Bushaltestellen oder Wänden montiert werden. Diese Verstärker sind zudem nicht Bewilligungspflichtig und können überall angebracht werden ohne dass wir sie sehen.
Hinzu kommt: Mit dem 5G-Netz wird sich die Strahlung in den Funkzellen anders verteilen. Über das sogenannte Beamforming werden die Signale von der Sendestation vor allem dorthin geschickt, wo sie benötigt werden – das ermöglicht einen besonders schnellen und effektiven Datentransfer. Im März 2019 waren in der Schweiz von den drei Anbietern Swisscom, Salt und Sunrise über 18‘000 Mobilfunkantennen in Betrieb. In urbanen Gebieten sendet man nahe an der gesetzlich erlaubten Kapazitätsgrenze, auf dem Land gibt es etwas mehr Reserven.
Für den vollständigen Ausbau des 5G-Netzes rechnen die Anbieter, dass bis 15‘000 neue Antennen gebaut werden müssen. Aktuell (Anfang 2021) sind bereits mehr als 3‘000 5G-Antennen in Betrieb.  An zahlreichen Standorten konnten bestehende 4G-Anlagen auf 5G aufgerüstet werden, ohne dass Bewilligungen eingeholt werden mussten.
Was bedeutet dies für die Menschen?  365° Belastung an 365 Tagen.